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Chance für den Einzelhandel

IHK-Veranstaltung: Shoppingtourismus – Kooperationen zwischen Handel und Tourismus
Shoppingtourismus war Thema einer Veranstaltung im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK)
Shoppingtourismus war Thema einer Veranstaltung im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK)

(pressebox) Heilbronn, 02.10.2008 - Hier ein Souvenir - da ein Schnäppchen. Shopping nimmt als Freizeitaktivität im Urlaub und auf Tagesreisen einen hohen Stellenwert ein. "Prognosen zufolge verbirgt sich hier bundesweit ein zusätzliches Umsatzpotenzial von bis zu 15 Milliarden Euro im Jahr, was etwa 3,5 Prozent des Gesamtumsatzes im Einzelhandel entspricht", berichtet Herbert Feiler, Berater Handel bei der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken (IHK). Und Einkaufen macht auch hungrig. Also noch schnell ins Restaurant oder an die Imbissbude um die Ecke, um dann frisch gestärkt noch das eine oder andere Museum zu besuchen oder sich die Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Stadt oder Region anzuschauen.

Wechselspiel

Bei der IHK-Veranstaltung "Shoppingtourismus - Chancen durch eine nachhaltige Kooperation zwischen Handel und Tourismus" am 24. September im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK), boten drei Referenten Einblicke in dieses Thema. Dr. Bernhard Harrer vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (DWIF) an der Universität München beleuchtete das Wechselspiel zwischen Einzelhandel und Tourismus. "Das mit Abstand wichtigste Marktsegment mit Bedeutung für den Einzelhandel sind die Tagesreisen", betonte er. So seien die Deutschen jährlich 3,4 Milliarden Mal als Tagestouristen unterwegs, die Geld in die Kassen der Einzelhändler spülen. Es sei deshalb unumgänglich, dass Einzelhandel, Verbände und Tourismusorganisationen kooperieren. Dazu gehöre auch, den Service zu verbessern, Ladenöffnungszeiten anzupassen sowie neue Strategien im Verkauf zu entwickeln. Dr. Bernhard Harrer: "Das ist wie bei einem Navigationsgerät - nur wer ein Ziel eingibt, kann irgendwann ankommen."

Realität

Angekommen ist Erika Boesler bereits - auf dem Boden der Tat-sachen. Die City-Managerin von Schwäbisch Hall scheiterte mit ihrem Projekt "Summer in the city" schon nach zwei Jahren. Und dies, obwohl das Konzept zur besseren Verknüpfung von Shoppingangeboten mit der Vermarktung der Stadt Schwäbisch Hall als Kultur- und Urlaubsstandort mehr als vielversprechend war, wie Harrer bestätigt. Boesler: "Ich bin auch heute noch von dem Projekt überzeugt und würde es jederzeit wieder tun. Leider hat sich der Handel aber zu wenig engagiert. Um ein derartiges Konzept erfolgreich zu etablieren, ist Durchhaltevermögen gefragt."

Konkurrenz

Shoppingtouristen - das ist auch die Zielgruppe von Value Retail. Deutschlanddirektor John T. Quinn referierte zum Abschluss der Veranstaltung darüber, wie der Betreiber von exklusiven Outlets, wie Wertheim Village seine Center touristisch vermarktet. Quinn:

"In erster Linie verkaufen wir ein Erlebnis. Dazu gehört, dass wir ein attraktives Umfeld schaffen und erstklassigen Service bieten." Ein Konzept, das aufgeht. Über zwei Millionen Menschen besuchen das Village jährlich. Davon profitiert auch das Umfeld. "Allein in diesem Jahr verzeichnen wir 20 Prozent mehr Übernachtungen", berichtet Willi Thanninger von der Fremdenverkehrsgesellschaft Wertheim. Weniger begeistert zeigen sich die Einzelhändler. Werner Thomann, Vorsitzender Stadtmarketing Wertheim: "Viele Einzelhändler in Wertheim haben zu kämpfen. Der Wettbewerb hat sich massiv verstärkt und die Einzelhändler sind ständig gefordert diesem standzuhalten." Für den Kunden sei dies aber eine positive Entwicklung: "Sowohl quantitativ als auch qualitativ hat sich das Angebot in den letzten Jahren stark verbessert."

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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