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Apotheken-News: Apothekenschließungen gefährden nächtlichen Notdienst

Längere Wege, fehlende Medikamente, Apotheker fordern rasches Handeln der Politik

(PresseBox) (Karlsruhe, )
Die sinkende Zahl der Apotheken in Deutschland verschärft zunehmend die Probleme bei der nächtlichen Versorgung mit Medikamenten. Besonders in ländlichen Regionen steigt die Belastung sowohl für Patienten als auch für die verbliebenen Apotheken deutlich an. Betroffene müssen oft weite Wege auf sich nehmen, vor allem wenn benötigte Arzneimittel im Notdienst nicht vorrätig sind. Apotheker warnen daher eindringlich vor einem drohenden Kollaps der flächendeckenden Versorgung und fordern von der Politik zügig wirksame und langfristige Maßnahmen, um diese Entwicklung aufzuhalten.

Die fortschreitende Schließung von Apotheken in Deutschland wirkt sich zunehmend kritisch auf die Arzneimittelversorgung im nächtlichen Notdienst aus. Besonders in ländlichen Regionen entstehen dadurch Versorgungslücken, die zu erheblichen Problemen für Patienten führen. Während die Zahl der Apotheken kontinuierlich zurückgeht, steigt gleichzeitig die Belastung für die verbliebenen Apotheken, die im Notdienst immer mehr Patienten versorgen müssen. Daraus ergeben sich längere Wartezeiten und oft auch verlängerte Anfahrtswege für Menschen, die dringend benötigte Medikamente außerhalb regulärer Öffnungszeiten erhalten wollen.

Häufig berichten Apotheker, dass dringend notwendige Arzneimittel nicht immer vorrätig sind und Patienten daher von einer Apotheke zur nächsten geschickt werden müssen. Gerade nachts bedeutet dies für Betroffene nicht nur Unannehmlichkeiten, sondern häufig eine erhebliche gesundheitliche und psychische Belastung. Besonders ältere Menschen oder Eltern mit kranken Kindern stehen in diesen Situationen vor großen Herausforderungen. Der Zustand ist dabei keine Ausnahme mehr, sondern entwickelt sich laut Branchenvertretern zunehmend zum Regelfall.

Apotheker machen deshalb gegenüber der Politik auf die Dringlichkeit des Problems aufmerksam. In mehreren Gesprächen auf Landesebene wurde bereits deutlich gemacht, dass ohne wirksame politische Maßnahmen eine stabile, flächendeckende Arzneimittelversorgung kaum noch gewährleistet werden kann. Die bisherigen politischen Initiativen werden als unzureichend wahrgenommen, um den zunehmenden Schließungen von Apotheken wirksam entgegenzuwirken. Gefordert werden daher langfristige Lösungsstrategien, die eine dauerhafte Absicherung des Apothekennetzes vor allem außerhalb der Ballungsräume ermöglichen.

Die politischen Entscheidungsträger stehen nun unter Druck, da sich die Situation vor Ort kontinuierlich verschlechtert. Das wachsende Problem der nächtlichen Versorgung könnte sich ohne wirksames Gegensteuern weiter zuspitzen und die Gesundheitsversorgung auf regionaler Ebene nachhaltig gefährden.

Kommentar:

Es ist nicht neu, dass die Zahl der Apotheken in Deutschland seit Jahren abnimmt. Doch inzwischen zeigt sich das Problem in einer besorgniserregenden Deutlichkeit, besonders sichtbar beim nächtlichen Apotheken-Notdienst. Was zunächst vielleicht nur nach einer Unannehmlichkeit klingt – ein Medikament nicht sofort verfügbar zu haben –, hat inzwischen reale Folgen für die Lebenswirklichkeit vieler Menschen. Für Patienten, die auf schnelle Hilfe angewiesen sind, wird die medizinische Versorgung nachts zunehmend zu einer nervlichen und körperlichen Belastungsprobe. Wenn die nächstgelegene Apotheke das Medikament nicht vorrätig hat, werden Patienten gezwungen, immer weitere Wege auf sich zu nehmen, oft mitten in der Nacht und unter gesundheitlichen Beschwerden.

Die Tatsache, dass derartige Situationen inzwischen keine Seltenheit mehr sind, wirft ein kritisches Licht auf die Gesundheitspolitik der letzten Jahre. Lange Zeit wurden Warnungen der Apothekerschaft zwar zur Kenntnis genommen, jedoch offenbar nicht ernst genug behandelt. Dass Apotheken schließen, ist eine direkte Konsequenz aus wirtschaftlichem Druck und unattraktiven Rahmenbedingungen, die politisch zu verantworten sind. Bisherige Maßnahmen und Ansätze reichen nicht aus, um den stetigen Rückgang aufzuhalten.

Dabei zeigt sich besonders deutlich: Die Apothekenschließungen gefährden zunehmend nicht nur die Wirtschaftlichkeit eines einzelnen Berufsstandes, sondern mittlerweile auch die Versorgungsstruktur in der Fläche. Gerade in ländlichen Gebieten drohen dadurch bereits akute Versorgungslücken. Hier müssten dringend Lösungen geschaffen werden, bevor das System endgültig kollabiert.

Der Ball liegt nun bei der Politik. Es reicht nicht mehr, auf Probleme hinzuweisen und halbherzige Programme aufzulegen. Vielmehr braucht es konkrete, nachhaltige politische Strategien und langfristige Förderungen, die den Apothekenbetrieb insbesondere in strukturschwachen Regionen stabilisieren und attraktiv halten. Wenn nicht zeitnah gehandelt wird, droht eine weitere Verschlechterung der Lage, deren Folgen nicht mehr allein mit politischen Absichtserklärungen zu lösen sein werden. Eine gute Arzneimittelversorgung – gerade in Notsituationen – darf nicht von der Wohnadresse abhängen. Die Politik sollte dies endlich verstehen und zügig handeln.

Von Engin Günder, Fachjournalist

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