Umgesetzt wird diese strategische Partnerschaft im Rahmen umfangreicher OCR- und Digitalisierungsprojekte, die von europäischen Bibliotheken initiiert wurden. Das Ziel dieser Projekte ist die Umwandlung der gescannten Bibliotheksbestände in elektronischen Text. Die Bibliotheken möchten auf diese Weise ihre wertvollen Sammlungen erhalten, den Zugang zu den enthalten Informationen erleichtern und die Recherchemöglichkeiten verbessern.
Als ein anerkannter Akteur auf diesem Gebiet legt Jouve besonderen Wert auf eine starke Dienstleistung und sucht die Zusammenarbeit mit den besten europäischen Partnern, um den Kunden einen gleichbleibend exzellenten Service bieten zu können.
Unter diesem Gesichtspunkt haben Jouve und ABBYY Europe beschlossen, ihre Kompetenzen zu bündeln und eine Umwandlungslösung anzubieten, die den Besonderheiten der Bibliotheksbestände bestens gerecht wird. So ermöglicht die Lösung die Erkennung von ein- und mehrsprachigen Dokumenten in über 190 Sprachen, auch in alten europäischen Schriften wie beispielsweise Fraktur.
Mit der Integration der ABBYY-Kerntechnologie FineReader Engine in die Erkennungslösung JCR (Jouve Character Recognition) von Jouve wird eine Referenzlösung auf dem Markt der digitalen Bibliotheken in Europa realisiert. Zusätzliche Unterstützung erfährt diese Lösung durch die direkte Zusammenarbeit der beiden Unternehmen hinsichtlich der bei der massenhaften Digitalisierung von Bibliotheksbeständen typischen Schwierigkeiten.
Die technologische Partnerschaft zwischen Jouve und ABBYY Europe wird in Kürze auch auf andere Bereiche ausgedehnt, die Bibliotheken bleiben jedoch im Fokus der strategischen Entwicklung der beiden Unternehmen.
Benoît Drigny, Leiter des Bereichs Digitalisierung bei der Jouve-Gruppe, erläutert: "Für Jouve war das Ziel dieser Partnerschaft, sein Multi-OCR-System um ABBYY FineReader XIX zu erweitern. Diese Lösung zur Erkennung alter europäischer Frakturschriften ist das derzeit beste Produkt seiner Art auf dem Markt. Durch diese Zusammenarbeit werden wir den Bedürfnissen der digitalen Bibliotheken in Europa gerecht und bieten die leistungsstärkste Lösung zur Massendigitalisierung."
"Den Zugang zum kulturellen Erbe zu erleichtern ist für zahlreiche Bibliotheken zu einer Priorität geworden. Sie sind sich bewusst, dass der schnelle und zentralisierte Zugang zu Informationen und kulturellen Inhalten eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft sein wird und beschleunigen die Digitalisierung ihrer Bestände. Deshalb erwarten sie nicht nur eine hohe Qualität und große Vielfalt hinsichtlich Datenerkennung und Export, sondern auch eine schnelle Verarbeitung großer Dokumentenmengen. Die gebündelte Expertise von ABBYY und Jouve gibt den Bibliotheken die Sicherheit, ihren Auftrag im Dienste der Gesellschaft in kürzester Zeit ausführen zu können", konstatiert Jupp Stoepetie, Geschäftsführer ABBYY Europe.
Jouve Group
Spezialisiert auf die Verarbeitung von Informationen bietet die Jouve-Gruppe Lösungen für sämtliche Anforderungen Daten verarbeitender und verbreitender Unternehmen, Institutionen und Verlage. Um den Informationen dieser Kunden einen zusätzlichen Mehrwert zu verleihen, verfügt Jouve über ein umfassendes Angebot zur Beschaffung, Verwertung und Verbreitung dieser Daten auf Papier, elektronischen Trägern, PDA (Personal Digital Assistant) oder CD-ROM. Mit 1400 Mitarbeitern erzielte die Jouve-Gruppe im Jahr 2007 einen Umsatz von fast 110 Mio. Euro.