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Glosse: Postkälte trifft Pillen

Wenn Medikamente im Lieferstau erfrieren

(PresseBox) (Karlsruhe, )
Ein Streik bei der Deutschen Post verwandelt den Versand dringend benötigter Medikamente in eine unfreiwillige Kryokonservierung. Stellen Sie sich vor, Ihr Hustensaft kommt als Eisskulptur und Ihr Insulin als traurige Pfütze an. Entdecken Sie die frostigen Missgeschicke im Online-Medikamentenhandel, die die Grenzen zwischen bequemem Service und unerwartetem Kunstprojekt verschwimmen lassen.

Stellen Sie sich vor, Sie erwarten sehnsüchtig ein Paket. Nein, nicht das neueste Smartphone oder ein Paar trendige Schuhe, sondern etwas viel Dringenderes – Ihre Medikamente aus einer der modernen Online-Apotheken. Sie wissen schon, die Art von Dienstleistung, bei der man nicht zwischen Hustensaft und Gummibärchen an der Kasse wählen muss. Aber was, wenn dieses wichtige Paket nicht an Ihrer Türschwelle, sondern im Bermuda-Dreieck der deutschen Logistik verloren geht?

Vergangene Woche traf dieses Schicksal viele, die auf ihre Medikamente warteten. Ein Streik bei der Deutschen Post war der Übeltäter. Streiks bei der Post sind ja fast so vorhersehbar wie das Wetter in Hamburg: immer irgendwie grau. Doch diesmal führte der Streik zu einer unfreiwilligen Kryokonservierung der Medikamente. Die Pakete wurden nicht einfach nur gelagert, sondern in den Lieferfahrzeugen quasi schockgefroren. Bei Tiefkühlpizza wäre das kein Problem gewesen, aber bei Medikamenten sieht das schon ganz anders aus.

Nehmen wir beispielsweise Jens Lehmann, der sich von seinem gemütlichen Sofa aus Hustensaft bestellte, um seine Grippe zu bekämpfen. Als das Paket endlich ankam, war der Hustensaft weniger flüssig und mehr ein Eiskunstwerk. Die Flasche hatte den Kältetod erlitten und war in unzählige Splitter zerbrochen. Was als Heilmittel gedacht war, mutierte zu einem gefrorenen Mosaik, das zwar optisch imposant war, aber medizinisch nutzlos.

Auch das Ehepaar Schmidt erlebte eine unliebsame Überraschung. Als ihr Paket ankam, war die Verpackung merkwürdig feucht. Der Grund: Die Insulinflaschen waren nicht nur gefroren, sondern auch zerbrochen. Was als lebenswichtiges Medikament für Herrn Schmidt gedacht war, endete als traurige Pfütze am Boden des Kartons.

Und dann war da noch Laura Weber, eine Studentin, die auf ihre Schilddrüsenmedikamente angewiesen ist. Ihr Paket kam gerade noch rechtzeitig an, um die nächste Dosis zu nehmen. Das war knapp! Laura wird sicherlich das nächste Mal ihre Bestellung etwas früher aufgeben – oder vielleicht einen Lieferservice wählen, der schneller liefert als die Jahreszeiten wechseln.

Inmitten all dieser frostigen Dramen bleibt ein schwacher Trost: Zumindest wurden die Medikamente nicht Opfer einer Hitzewelle, die ihre Wirkstoffe gekocht hätte. Während ein eingefrorenes Medikament möglicherweise noch gerettet werden kann, wäre ein überhitztes Präparat nicht mehr als teurer Müll.

Die Moral von der Geschicht? Der Online-Medikamentenhandel hat seine Tücken. Es ist vielleicht an der Zeit, dass neben Schnelligkeit und Bequemlichkeit auch die Widerstandsfähigkeit der Lieferprozesse stärker in den Blick genommen wird. Denn was nützt die schnellste Bestellung, wenn die Medikamente am Ende eher für eine Kunstausstellung als für die Gesundheit geeignet sind? Es bleibt zu hoffen, dass Logistikexperten und Politiker bald eine Lösung finden, bevor der nächste Winter eintritt – oder wir entscheiden uns alle wieder für den guten alten Gang zur Apotheke um die Ecke, die vielleicht altmodisch, aber definitiv frostfrei ist.

Von Engin Günder, Fachjournalist

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