Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) fortlaufend geprüft. Kürzlich endete der mittlerweile dritte reguläre Prüfungszeitraum – und das Ergebnis weiß zu beeindrucken: 69 Mitgliedern wurde die erfolgreiche Erfüllung der Anforderungen bestätigt. Vier Mitglieder haben die Prüfkriterien nicht innerhalb der gesetzten Frist erfüllen können. „Das ist ein erneut hervorragendes Ergebnis und zeigt eindrücklich: Auch wenn sich das politische Klima ändern mag, so genießt Klimaschutz in der Stadtwerkewelt doch weiterhin einen hohen Stellenwert“, ordnet Maria Möhner, Teamleiterin Klimaschutz und Initiative-Koordinatorin bei der ASEW, das Ergebnis ein.
Jedes Stadtwerk im ASEW-Netzwerk kann Mitglied der Stadtwerke-Initiative Klimaschutz werden. Den Status des offiziellen Mitglieds behalten jedoch nur diejenigen Unternehmen, die die Anforderungen des öffentlichen Kriterienkatalogs fristgerecht erfüllen; aktuell sind das 71 von 85 Mitgliedern (83 Prozent). Für diesen Status müssen bis Ende des Beitrittsjahres eine Treibhausgasbilanz nach anerkanntem Standard und die Veröffentlichung der erarbeiteten Dekarbonisierungsstrategie inklusive Klimaziel, Zwischenzielen und konkreten Maßnahmen vorgelegt werden. Ab dem zweiten Teilnahmejahr gilt es, die jährliche interne Überprüfung der Strategie nachzuweisen. Im dritten Jahr der Teilnahme muss neben dem Strategie-Monitoring auch die Fortschreibung der Treibhausgasbilanz belegt werden. Stadtwerke, die den vorgegebenen Zeitrahmen nicht halten können, verlieren den Status als offizielles Mitglied. Das heißt, sie können als teilnehmendes Stadtwerk weiterhin in der Initiative mitarbeiten, jedoch ihre Mitgliedschaft in der Außenkommunikation nicht aktiv ausspielen.
„Kein Initiative-Unternehmen wird von den thematischen Arbeitssitzungen ausgeschlossen. Auch wer die Kriterien-Prüfung im ersten Anlauf nicht besteht, darf weiterhin auf die Informations- und Austauschfunktion der Initiative zugreifen und sich aktiv in das Initiative-Netzwerk einbringen.“ Damit die Initiative aber nicht zur Marketing-Kampagne wird, unterschreiben neue Mitglieder seit der Gründung eine offizielle Teilnahmevereinbarung, durch welche sie sich zur Einhaltung des Kriterienkatalogs verpflichten.
Mit der Stadtwerke-Initiative Klimaschutz leisten die Mitglieder einen wesentlichen Anteil, um die deutschen THG-Gesamtemissionen von (2024) jährlich rund 649 Millionen Tonnen kontinuierlich zu senken. „In Anbetracht der turbulenten Entwicklungen rund um die Nachhaltigkeitsberichtspflicht und das sehr dynamische Geschehen auf EU-Ebene ist die Erfüllung der Initiativen-Kriterien eine freiwillige Zusatzleistung im Klimaschutz-Bereich. Stadtwerke, die dieser Selbst-Verpflichtung trotz Regulatorik-Dschungel nachkommen, haben Anerkennung verdient, so die strategische Entwicklung im Stadtwerk voranzutreiben.“
Die Stadtwerke-Initiative Klimaschutz wurde im Januar 2022 mit 44 Mitgliedern gegründet und ist bis heute auf 85 teilnehmende Stadtwerke gewachsen. Die Initiative, von der ASEW koordiniert, unterstützt die Stadtwerkewelt dabei, gemeinsam den Weg hin zu einer treibhausgasneutralen Wirtschaft zu beschreiten. Dabei soll die Zusammenarbeit zwischen Kommune und Stadtwerk gestärkt werden, um generationengerechte Ziele vor Ort verwirklichen zu können und die regionale Wertschöpfung zu steigern.
Weitere Details finden Sie unter www.stadtwerke-klimaschutz.de.
Folgende Stadtwerke haben die Prüfung im dritten Teilnahmejahr bestanden:
- Stadtwerke Aschaffenburg
- Stadtwerke Augsburg GmbH
- Stadtwerke Bochum GmbH
- SWB Stadtwerke Bonn GmbH
- EWB - Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH
- Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21)
- ENRW Energieversorgung Rottweil GmbH & Co. KG
- EWR AG
- Stadtwerke Fellbach GmbH
- Stadtwerke Herne AG
- SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG
- Stadtwerke Konstanz GmbH
- SWK Stadtwerke Krefeld AG
- Stadtwerke Meerbusch Willich
- Stadtwerke Mühlacker GmbH
- Stadtwerke Mühlheim am Main GmbH
- Stadtwerke Neustadt SWN GmbH
- Stadtwerke Neustadt a. d. Aisch GmbH
- Stadtwerke Schönebeck GmbH
- Stadtwerke Schüttorf · Emsbüren GmbH
- Stadtwerke Schweinfurt GmbH
- Stadtwerke Soest GmbH
- Stadtwerke Speyer GmbH
- Stadtwerke Stuttgart GmbH
- Stadtwerke Troisdorf GmbH
- Stadtwerke Tübingen GmbH
- TWL - Technische Werke Ludwigshafen AG
- SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH
- Stadtwerke Unna GmbH
- Stadtwerke Walldürn GmbH
- Stadtwerke Witten GmbH
- Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld GmbH
- BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH
- Stadtwerke Bogen GmbH
- Stadtwerke Einbeck GmbH
- Versorgungsbetriebe Hann. Münden GmbH
- Stadtwerke Brühl GmbH
- Gelsenwasser AG
- WVV Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH
- Stadtwerkegruppe Delmenhorst GmbH
- Stadtwerke Langenfeld GmbH
- Stadtwerke Lemgo GmbH
- Hertener Stadtwerke GmbH
- GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen, Bönen, Bergkamen
- Stadtwerke Lübeck GmbH
- Stadtwerke Waiblingen GmbH
- SWN Stadtwerke Neumünster GmbH
- Stadtwerke Karlsruhe GmbH
- Stadtwerke Norderstedt
- Stadtwerke Hanau GmbH
- Allgäuer Kraftwerke GmbH
- Stadtwerke Dreieich GmbH
- Berliner Stadtwerke GmbH
- Stadtwerke Oberkirch GmbH
- Stadtwerke Emsdetten GmbH
- infra fürth gmbh
- AggerEnergie GmbH
- Maintal-Werke GmbH
- Stadtwerke Münster GmbH
- Stadtwerke Ahlen GmbH
- e-werk Sachsenwald GmbH
- Stadtwerke Eberbach GmbH
- Stadtwerke Goch GmbH
- Stadtwerke Hof
- Stadtwerke Ludwigslust-Grabow GmbH
- Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH
- Stadtwerk Tauberfranken GmbH
- Stadtwerke Wertheim GmbH
- ZVO (Zweckverband Ostholstein)