„Die Balance zwischen Nachhaltigkeit und betriebswirtschaftlicher Nutzung wird damit immer schwieriger“, sagte ESPS-Vorstand Ingo Strugalla auf einem Treffen des Arbeitskreises Umwelt im Bundesverband Deutscher Stiftungen in Braunschweig. Auf der zweitägigen Tagung diskutierten Vertreter und Vertreterinnen zahlreicher Stiftungen und forstwissenschaftlicher Einrichtungen über Waldbewirtschaftung und Biodiversität, Naturwälder sowie Wald als Stiftungskapital.
„Waldbesitzer übernehmen mit dem Erhalt ihrer Wälder eine hohe gesellschaftliche Verantwortung“, machte Strugalla klar. So stehe die Erholungs- und Schutzfunktion allen zur Verfügung. Der Wald der ESPS sei seit langem PEFC-zertifiziert, sie wende erhebliche Mittel für die Wegeerhaltung auf und biete umfangreiche waldpädagogische Aktivitäten. Die Stiftung erhalte zudem auf rund 74 Hektar Wald wertvolle Biotope und verzichte dafür bewusst auf einen Teil ihrer Erlöse. Die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und die Bewahrung der Schöpfung sei aber nur eine Seite der Medaille. „Die Stiftung muss mit der Kapitalanlage Wald Geld verdienen, um ihren Stiftungszweck zu erfüllen“, so Strugalla weiter. Mit den Auswirkungen des Klimawandels wird das immer schwieriger.
Angesichts der Diskussion um Nachhaltigkeit und Klimaschutz sei es an der Zeit, dass sich die Gesellschaft die Frage stelle, wie wertvoll und wichtig ihr das Ökosystem Wald ist. Der Wald leide massiv unter den Folgen des Klimawandels, der von uns allen verursacht wurde. Spannend sei, ob die Gesellschaft bereit ist, einen Beitrag für den Erhalt dieses wertvollen Ökosystems zu leisten.