Gehandelt werden sie als sogenanntes „Junk-Silber“, was man etwa mit „Schrott-Silber“ oder „Trödel-Silber“ übersetzen könnte. Ein Trend aus den USA, der auch hierzulande mittlerweile weit verbreitet ist. Der große Vorteil für Investoren: Der Preis für die sogenannten Junk-Coins bewegt sich sehr nah am reinen Silbermetallwert. Die Aufschläge sind meist minimal. Abgerechnet wird daher oftmals nicht pro Münze, sondern pro Gramm.
Begehrt sind die Münzen unter anderem bei Investoren, die Wert auf kleine Stückelungen legen, und diese im Fall eines Währungscrashs als Ersatzzahlunsgmittel einsetzen möchte. Im deutsch-sprachigen Raum ist daher manchmal auch augenzwinkernd von „Angsthasen-Silber“ die Rede.
Die Vorteile von Junk-Silber im Überblick
Die ausrangierten Silbermünzen haben eine ganze Reihe von Vorteilen, die sie bei privaten Investoren begehrt machen. Die wichtigsten:
Die Aufschläge sind gering. Der Preis der Silber-Münzen bewegt sich sehr nah am reinen Materialwert.
Junk-Coins sind bestens als Ersatz Zahlungsmittel geeignet. Denn sie sind in kleinen Stückelungen – abseits der im Investment üblichen Unze (31,1 Gramm) – erhältlich.
Viele Münzen waren gesetzliches Zahlungsmittel. Das macht sie besonders wertstabil. Denn sie können nicht nur zum Materialwert, sondern bei der jeweiligen Zentralbank häufig auch noch zum Nennwert umgetauscht werden.
Der Münzwert ist leicht zu überprüfen. Da viele Münzen früher gesetzliches Zahlungsmittel und entsprechend verbreitet waren, kann ihre Echtheit vergleichsweise einfach verifiziert werden.
Die Münzen sind optisch ansprechend. Dank der wechselnden Motive geht von vielen Münzen ein besonderer Reiz aus. Teils sind ehemalige Sammlermünzen oder hochwertige Gedenkmünzen zum reinen Silberpreis erhältlich.
Junk-Coins oder Anlagemünzen?
Im kleinen Rahmen ist nichts gegen Junk-Silber einzuwenden. Gerade, weil die leichten Münzen im Fall der Fälle gut als Tauschmittel genutzt werden können. Wenn Sie langfristig und größere Beträge in Silber investieren möchten, sind klassische Anlagemünzen dagegen die bessere Wahl. Immerhin genießen prominente Münzen wie der Krügerrand in Silber weltweite Akzeptanz und haben einen sehr hohen Silbergehalt von 99,9 Prozent. Auch nach vielen Jahrzehnten dürfte es kein Problem sein, entsprechende Münzen zu verkaufen.
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- wieso Silber ein interessantes „Zwitter-Metall“ ist,
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