IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch: "In gemeinsamer Anstrengung ist es uns auch in diesem Jahr wieder gelungen, jedem ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen ein Qualifizierungsangebot zu machen. Der Ausbildungspakt hat sich bewährt. Und die gute Konjunktur hat uns zusätzlich geholfen." Noch immer sind viele Ausbildungsstellen unbesetzt. "Allein im IHK-Bereich gibt es noch immer rund 60 freie Lehrstellen, die sofort zu besetzen sind", so Giersch. "Hinzu kommen noch einmal 150 Angebote für eine Einstiegsqualifizierung." Insgesamt habe die IHK bis Ende September bereits fast 4.700 Ausbildungsverträge eingetragen, rund acht Prozent mehr als im letzen Jahr (4.345 Verträge).
Der Hauptgeschäftsführer der HWK, Georg Brenner, betont, dass im Handwerk schon in den Vorjahren allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen ein Angebot gemacht werden konnte. "Wir werden erneut viele attraktive Ausbildungsplätze im Handwerk nicht besetzen können." Derzeit seien etwa 40 Lehrstellen und 60 Plätze zur Einstiegsqualifizierung im Handwerk frei. Im Handwerk sind 2.874 Lehrverträge abgeschlossen worden, dies sind 8,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
Sorgen bereitet der Saarwirtschaft die Diskussion um die so genannten "Altbewerber". Brenner: "Wenn nur noch knapp die Hälfte eines Jahrganges direkt in die berufliche Erstausbildung mündet, dann muss das Übergangsmanagement Schule – Beruf dringend angepasst werden". Unterstützungsprogramme wie die Initiative "Du schaffst das!", die zum nachträglichen Hauptschulabschluss führen, seien der richtige Weg. "Wir dürfen niemanden aufgeben", so Brenner, " denn wenn wir die Schwächeren jetzt fördern, haben wir zukünftig mehr ausgebildete Fachkräfte, die wir gerade im Handwerk dringen brauchen werden".