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IHK Ostwürttemberg spricht sich erneut für die Abschaffung der Studiengebühren für international Studierende aus

Gebühren sind negativ für den Standort

(PresseBox) (Heidenheim, )
Die kürzlich veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt eindrucksvoll den enormen gesamtwirtschaftlichen und fiskalischen Beitrag, den internationale Studierende für Deutschland leisten. Laut der Studie bringen internationale Studierende bei stabiler Bleibequote jährlich 15,5 Milliarden Euro mehr an Steuern und Abgaben für die öffentlichen Haushalte ein, als der Staat für ihre Ausbildung und Lebenshaltungskosten aufwenden muss.

Die IHK Ostwürttemberg nimmt diese Ergebnisse zum Anlass, um erneut die Abschaffung der Studiengebühren für ausländische Studierende an baden-württembergischen Hochschulen zu fordern. „Es ist dringend geboten, dem sich verstärkenden Fachkräftemangel wirksam entgegenzutreten. Die Studiengebühren bilden dabei eine Barriere für Menschen, die dem regionalen Arbeitsmarkt dann nicht zur Verfügung stehen“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.

Die Internationalisierung des Hochschulsystems ist ein zentraler Bestandteil der Strategie zur Fachkräftegewinnung. Seit 2017 ist die Zahl ausländischer Studierender in Deutschland um knapp 23 Prozent gestiegen, während sie in Baden-Württemberg, wo als einzigem Bundesland Studiengebühren erhoben werden, um 8,9 Prozent gesunken ist. Diese negative Bilanz ist direkt auf die Studiengebühren zurückzuführen. Wie der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) ebenso wie die IHK Ostwürttemberg seit 2023 betont, ist Baden-Württemberg das einzige Bundesland, in dem solche Gebühren von ausländischen Studierenden verlangt. Erhoben werden sie von Nicht-EU-Ausländern und betragen 1.500 Euro pro Semester. Bei den Haushaltsberatungen Ende 2024 waren laut Wissenschaftsministerium die für eine Abschaffung der Gebühren benötigten 30 Millionen Euro nicht darstellbar gewesen. Ein Nachtragshaushalt sei laut Ministerpräsident Kretschmann derzeit nicht im Gespräch.

Bereits im April 2023 hatte die Landesregierung die Abschaffung der Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten angekündigt, ohne sie bis heute umzusetzen. „Die Hochschulen brauchen das Geld, insbesondere in Zeiten großer anstehender Transformationsaufgaben. Die Hochschulen müssen ordentlich finanziert werden – aber nicht mit Studiengebühren“, betont Rentschler.

Die IHK Ostwürttemberg fordert daher eine rasche Umsetzung der angekündigten Maßnahmen, um die Attraktivität des Studienstandorts Baden-Württemberg zu erhöhen und dem Fachkräftemangel effektiv entgegenzuwirken. Die Ergebnisse der IW-Studie unterstreichen die Notwendigkeit, gezielte Programme zur Förderung des Zuzugs, erfolgreichen Studiums und Übergangs der internationalen Studierenden in den deutschen Arbeitsmarkt auszuweiten und zu verstetigen.

Link zur Studie: https://www.iwkoeln.de/studien/wido-geis-thoene-thomas-obst-axel-pluennecke-julia-betz-auswirkungen-auf-oeffentliche-haushalte-und-wertschoepfung-in-deutschland.html

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