"Der konsequente Schritt ermöglicht uns, Kosteneinsparungspotenziale im dreistelligen Millionenbereich zu realisieren", unterstreicht Alfons Frenk, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG in Hamburg. "Wir optimieren die gesamte Prozesskette in der Gruppe, so dass wir auf dem Markt noch agiler und offensiver agieren können."
Léo Apotheker, stellvertretender Vorstandssprecher der SAP und verantwortlich für den Bereich Customer Solutions & Operations, betont: "EDEKA gehört zu den erfolgreichsten Unternehmen im wettbewerbsintensiven Einzelhandelsmarkt. Der langfristig ausgerichtete, strategische Ansatz eines integrierten Warenwirtschaftssystems wird einen standardisierten und transparenten Zugriff auf unternehmenskritische Daten ermöglichen, Reaktionszeiten des Unternehmens reduzieren und Kosten senken - zum Wohle der EDEKA-Kunden. SAP ist sehr stolz darauf, der Technologie-Partner dieses führenden Handelsunternehmens zu sein."
Sitz der LUNAR GmbH ist Bielefeld. Der Standort wird damit zum IT-Kompetenzzentrum der EDEKA-Gruppe mit voraussichtlich 250 Arbeitsplätzen ausgebaut. Ziel ist es, mittelfristig die Reorganisation der IT-Landschaft des Branchenprimus abzuschließen und die operativen Geschäftsprozesse des Unternehmens innerhalb einer gruppenübergreifenden Strategie zu bündeln. Der aktuelle Planungszeitraum läuft zunächst bis ins Jahr 2012.
Durchgängige Warenwirtschaftsprozesse
Neben Funktionen aus der Branchenlösung SAP for Retail, die einheitliche Qualitäten bei Artikelnummern, Stammdaten, Warengruppenstrukturen sowie den Datenaustausch über alle Einzelhandelsstandorte und Regionalgesellschaften hinweg ermöglichen, werden auch die Unternehmensanwendung SAP ERP sowie die SAP-NetWeaver-Plattform zum Einsatz kommen. Die EDEKA-Gruppe harmonisiert auf diese Weise ihre Warenwirtschaftssysteme.
Künftig sollen wesentliche Bereiche der Gruppe mit SAP-Lösungen gesteuert werden, darunter das Großhandelsgeschäft sowie der Einzelhandel.
Flexible IT-Architektur
In den vergangenen Monaten haben die IT-Experten von EDEKA und SAP gemeinsam die Analyse der Ist-Prozesse abgeschlossen. Dabei wurden unter anderem die Warenwirtschaftsabläufe für Groß- und Einzelhandel, die Stammdatenverwaltung sowie das unternehmensübergreifende Berichtswesen beleuchtet und somit das Fundament für die Implementierungsphase gelegt. Künftig sollen auf Basis einer service-orientierten Architektur für Geschäftsanwendungen (Enterprise SOA) die unterschiedlichen Geschäftseinheiten über einen so genannten "EDEKA-Geschäftsprozess-Pool" (EGPP) ihre Geschäftsprozesse flexibel abbilden. Dazu wird EDEKA die SAP-NetWeaver-Plattform einsetzen, ebenso Komponenten für analytische Anwendungen (SAP NetWeaver BI), die Stammdatenverwaltung (SAP NetWeaver MDM) sowie SAP NetWeaver XI für das Integrations- und Schnittstellenmanagement.
EDEKA im Profil
Im Jubiläumsjahr ist die EDEKA-Gruppe mit einem Umsatz von über 37 Mrd. Euro und einem Vertriebsnetz von 10.000 Märkten die unangefochtene Nummer eins im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Der Marktanteil lag 2006 bei 26 Prozent - acht Prozentpunkte vor dem Marktzweiten. Auch als Arbeitgeber nimmt EDEKA eine Spitzenposition ein: insgesamt 253.000 Mitarbeiter werden in Deutschland beschäftigt, so viel wie in keinem anderen deutschen Unternehmen. Die drei Vertriebsschienen Supermarkt, SB-Warenhaus und Discount gewährleisten ein nachhaltiges profitables Wachstum. Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschaftete die Gruppe ein EBIT in Höhe von mehr als 1 Mrd. Euro. Vor allem das überaus erfolgreiche Kerngeschäftsfeld - das von selbstständigen EDEKA-Unternehmern geführte Supermarkt-Geschäft - wird konsequent weiter ausgebaut. Auf dem deutschen Markt plant EDEKA in 2010 ein Marktanteil von 30 Prozent. 1.200 neue Märkte sollen bis dahin eröffnet werden.