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Steuerreform 2025: Mehrbelastung für Apotheken

Steigende Sozialabgaben reduzieren das Einkommen der Angestellten, während Inhaber mit wachsenden Betriebskosten kämpfen

(PresseBox) (Karlsruhe, )
Die geplante Steuerreform der Ampel-Koalition wird ab Januar 2025 sowohl für Apothekenangestellte als auch für Inhaber spürbare finanzielle Folgen haben. Durch steigende Sozialabgaben droht vielen Beschäftigten ein geringeres Nettoeinkommen. Gleichzeitig sehen sich Apothekenbetreiber mit höheren Betriebskosten konfrontiert, was die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage weiter verschärfen könnte. Besonders kleine Apotheken stehen vor großen Herausforderungen.

Die Ampel-Koalition steht kurz davor, eine Steuerreform umzusetzen, die ab Januar 2025 tiefgreifende Veränderungen für viele Beschäftigte bringen wird. Besonders betroffen könnten die Angestellten in Apotheken sein, wie eine aktuelle Analyse des Bundes der Steuerzahler zeigt. Die angekündigten Erhöhungen der Sozialversicherungsbeiträge drohen, einen Großteil der ohnehin nur moderat steigenden Gehälter aufzufressen und führen zu einer Netto-Verdienstminderung.

In einem Sektor, der bereits mit stagnierenden Löhnen, Personalmangel und übermäßiger Arbeitsbelastung kämpft, stellt diese Entwicklung eine besondere Herausforderung dar. Neben den regulären Anpassungen der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sind insbesondere die Beiträge zur Rentenversicherung von den Erhöhungen betroffen. Dadurch wird für viele Beschäftigte, darunter zahlreiche Apotheker und pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA), am Ende des Monats weniger im Geldbeutel übrig bleiben.

Die Problematik der Reform wird noch verstärkt, weil die erhofften Steuerentlastungen nicht in gleichem Maße spürbar sein werden. Während höhere Freibeträge und Steuervergünstigungen für untere und mittlere Einkommen zwar auf dem Papier attraktiv wirken, werden die Belastungen durch die Sozialabgaben diese Vorteile in vielen Fällen überkompensieren. Apothekerverbände warnen bereits, dass besonders geringverdienende Beschäftigte in Apotheken, die ohnehin oft am unteren Ende der Gehaltsskala stehen, stark betroffen sein könnten.

Für Apothekeninhaber, die ebenfalls von der Reform nicht verschont bleiben, kommt eine weitere Herausforderung hinzu: Auch die Arbeitgeber müssen sich an den gestiegenen Sozialversicherungsbeiträgen beteiligen. In einem wirtschaftlichen Umfeld, das durch sinkende Margen, wachsenden Druck durch Onlinehändler und steigende Betriebskosten ohnehin angespannt ist, könnte die Steuerreform die Situation vieler Apotheken weiter verschärfen. Insbesondere kleinere Apotheken in ländlichen Regionen, die ohnehin Schwierigkeiten haben, wirtschaftlich zu arbeiten, sehen sich dadurch weiter in die Enge getrieben.

Einige Apothekeninhaber überlegen bereits, wie sie ihre Mitarbeiter durch steuerfreie Zuwendungen, etwa Zuschüsse zu den Fahrtkosten oder betriebliche Altersvorsorge, entlasten können. Doch diese Maßnahmen können die Belastung durch die Reform nur bedingt abfedern. Zudem ist es fraglich, ob alle Apothekenbetreiber diese zusätzlichen Ausgaben tragen können.

Kommentar:

Die angekündigte Steuerreform der Ampel-Koalition stellt viele Apothekenangestellte vor eine schwierige Situation. Obwohl die Reform in Teilen Steuererleichterungen verspricht, überwiegen in der Praxis die steigenden Sozialabgaben – besonders in einem Bereich wie dem Gesundheitswesen, in dem die Löhne häufig stagnieren und die Belastung durch Arbeitsstress und Personalmangel hoch ist. Die geplanten Anpassungen sind somit eine bittere Pille, die viele Beschäftigte nur schwer schlucken können.

Auch für Apothekeninhaber sind die Folgen der Reform nicht zu unterschätzen. In einem wirtschaftlich angespannten Umfeld, das durch hohe Betriebskosten und den wachsenden Druck des Versandhandels geprägt ist, kommen die zusätzlichen Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung erschwerend hinzu. Es droht eine Spirale aus steigenden Kosten und sinkenden Einnahmen, die für viele kleinere Apotheken existenzbedrohend sein könnte.

Es stellt sich die Frage, ob die Politik die realen Auswirkungen auf die Gesundheitsbranche ausreichend berücksichtigt hat. Während Steuererleichterungen auf dem Papier gut klingen, verpuffen sie in der Realität oft durch zusätzliche Belastungen. Eine nachhaltige Entlastung für Apotheken und deren Angestellte wäre dringend notwendig, um das System stabil zu halten und die Grundversorgung im Gesundheitswesen nicht weiter zu gefährden.

Von Engin Günder, Fachjournalist

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